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Workshop 2013

Bericht zum Jahrestreffen vom 20. und 21. Juni 2013 in Bonn, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Bonn)

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Die Mitglieder des Graduiertenkollegs, die Doktoranden, Leiter und Betreuer, sowie viele Interessierte kamen auch in diesem Jahr zu einem gemeinsamen Workshop zusammen, der viele neue Anregungen und Anreize für alle Teilnehmer bot. Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn öffnete die Türen und bot dem Kolleg ihre Gastfreundschaft.

Am 20. und 21. Juni wurde ein reichhaltiges Programm geboten, angefangen mit einer Begleitung durch die Dauerausstellung des Hauses der Geschichte. Der Präsident der Stiftung, Professor Dr. Hans Walter Hütter, gab darauf aufbauend mit seinen „Überlegungen zum Haus der Europäischen Geschichte“ den Auftakt zum Thema des Kollegs, der Frage nach Europa und seinen Gründungsmythen. Einen wichtigen Aspekt der jährlichen Treffen des Kollegs bilden die Berichte der im Vorjahr aufgenommenen Doktoranden und Doktorandinnen über ihren bisherigen Forschungsstand. Als erste sprach Katarina Rempe über „Mythos und Selbstinszenierung des lyrischen Ichs in Apollinaires Alcools und Calligrammes”, gefolgt von Bianca Puyôou über „Pygmalion, du Mythe au Symbole, réflexion sur l'Art et sur l'Homme“. Den Abschluss des Tages bildeten der gemeinsame Besuch des Palais Schaumburg und des Kanzlerbungalows.

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Der zweite Tag begann mit einem Vortrag des Bonner Romanistikprofessor Dr. Franz Lebsanft zum Thema „Europäische Sprachenpolitik“. Auch der Pariser Musikwissenschaftler Jean-Pierre Bartoli stellte ein gemeinsames europäisches Kulturgut in den Mittelpunkt seines Vortrags über „Le genre musical de la fantaisie en Europe (1750-1850)“. Für den leider verhinderten Professor Dr. Mario Domenichelli aus Florenz sprang freundlicherweise Michela Landi ein, die über „Les écritures de l’histoire“ referierte. Zwischen den Vorträgen präsentierten die übrigen neuen Doktorandinnen und Doktoranden ihren Forschungsstand. Tommaso Meozzi sprach über „Simulazione e iperrealtà nell'interpretazione del reale: dal mito della caverna alla società informatica“, gefolgt von Alessandro Gallicchio mit dem Thema: „Critici e mercanti di origine ebraica a Parigi nel periodo tra le due guerre“. Einen Ansatz der Gender Studies brachte Elena Kirchner mit ihrer Forschung doktorand.jpgüber „Das Zusammenspiel von Macht, Ohnmacht und Sexualität in der Rezeption biblischer Frauenmythen der europäischen Literatur des XIX. und XX. Jahrhunderts“ ins Spiel. Christian Reidenbach bewegte sich eher in philosophischen Gewässern auf der Suche nach einer „Aneignung der Leere – Nihilistische Erfahrung bei Pascal, Rousseau, Baudelaire und Blanchot“. Nach den Einzelvorträgen des Vormittags, setzten sich die Doktoranden zu einer „table ronde“ zusammen, bei der Claudia Jacobi, Elisabeth Petereit, Michael Preidel und Jan Rohden unter der Moderation von Milan Herold sich mit den Fragen „Quelles sont les difficultés qui émergent dans la recherche de l'identité européenne? Quelles sont les formes narratives d'origine dans nos projets? Quelle est la relation entre le rôle du mythe et la signification des formes narratives?“ auseinander setzten.

Die beiden anwesenden Leiter des Graduiertenkollegs, Prof. Michael Bernsen aus Bonn und Prof. Michel Delon aus Paris, waren zufrieden mit dem Erfolg des Workshops, denn unter den zahlreichen Zuhörern saßen neben Gästen aus den Städten Bonn, Paris und Florenz auch Kollegen aus Warschau, Toulouse, Salamanca und Freiburg. Auf den Partnerschaften, die durch das Trinationale Graduiertenkolleg entstanden sind, aufbauend, soll in Zukunft ein gesamteuropäisches Forschungsnetzwerk entstehen.

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