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Workshop 2014

Bericht zum Jahrestreffen vom 19. und 20. Juni 2014 in Florenz

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Der jährliche Workshop des „Trinationalen Graduiertenkollegs: Gründungsmythen Europas in Literatur, Kunst und Musik", welcher am 19. und 20. Juni in Florenz stattfand, bot auch dieses Jahr den Mitgliedern des Graduiertenkollegs, den Doktoranden, den Leitern und den Betreuern sowie vielen Interessierten die Möglichkeit sich über zwei Tage persönlich und wissenschaftlich auszutauschen.

Prof. Patrizio Collini moderierte die zweitägige Konferenz, die allen Beteiligten und besonders den neuen Doktoranden/innen neue Anregungen und Anreize über die jeweiligen Forschungen gab.

Den Einstiegsvortrag des ersten Workshoptages hielt Prof. Mario Domenichelli zum Thema „Des renards, des lions, des trappes, et des loups“.

Einen wichtigen Aspekt der jährlichen Treffen des Kollegs bilden die Berichte der im Vorjahr aufgenommenen Doktoranden und Doktorandinnen über ihren bisherigen Forschungsstand. Als erster stellte der Kollegiat Louis Watier sein Dissertationsprojekt „La traductionsupposée; l’authenticité en fiction“ vor. Es folgte Giorgio Villani mit seinem Dissertationsthema „Vittorio Pica e il simbolismo europeo“.

Prof. Dr. Daniela Pirazzini bereicherte die Konferenz mit einer Fachstudie über die Eristik von Machiavelli („L´eristica di Machiavelli“), die auch den Literaturwissenschaftlern viele neue Perspektiven über den Autor Machiavelli und die Kunst der Widerlegung in seinem Werk Il Principe bot.

Den Abschluss des Tages bildeten zwei neue Doktorandinnen: Francesca Polistina berichtete über das Thema „Was bleibt von Mitteleuropa. Der Mythos in der heutigen italienischen Literatur“ und Jacomijn de Lange brachte den Anwesenden ihr Thema „Die Glaubwürdigkeit der Sachbücher über den Mythos der ’Neuen Weltordnung’ . Eine narratologische Analyse“ näher. Erneut steht der Autor Machiavelli im Mittelpunkt und somit begann der zweite Konferenztag mit einem Vortrag von Prof. Dr. Geyer, der die Moral des Autors durch zwei Werke Il Principe und La Mandragola analysierte, gefolgt von den Berichten der neuen Kollegiaten: Sofia Artemis Markou stellte ihre Dissertation „’Odysseus und die Reiselust. Moderne Fortsetzungen der Odyssee im Vergleich bei Giovanni Pascoli und ausgewählten Autoren der Moderne und Postmoderne’“ vor, sowie Katharina Mannel, die einen Bericht über „’Raub oder Verführung Europas’. Eine emotionstheoretische Analyse der Metamorphose des Europamythos in der Literatur nach 1945“ vorstellte.

Auch der stellvertretende Pariser Sprecher des Kollegs Prof. Pierre Frantz leistete mit seinem Vortrag „Le mythe du pouvoir dans la tragédie de la Révolution“ einen besonderen Beitrag in dem komplexen Feld von Mythenbildung und Mythenverwendung. Es folgten erneut die Präsentationen der Doktorandinnen Francesca Valdinoci, die über ihre Dissertation „Lo scarto, il rifiuto, il resto: per una contro memoria” berichtete, und Laura Cohen, die eine kunsthistorische Arbeitüber „Europamythen und Mythenkonstruktion inRom im 17. Jahrhundert“ verfasst .

Nach den Vorträgen des Vormittags stellten die Kollegiaten des Jahrgangs 2012 Alessandro Gallicchio, Elena Kirchner, Tommaso Meozzi, Bianca Puyâou, Christian Reidenbach, Katharina Rempe, Louis Watier, zusammen mit den neuen Kollegiaten: Laura Cohen, Jacomijn De Lange, Katharina Mannel, Sofia Artemis Markou, Francesca Polistina, Francesca Valdinoci, Giorgio Villani, in einer Table Ronde die Entwicklung ihrer Forschung vor und diskutierten ihr Thema in Bezug auf den Begriff „Gründungsmythen Europas“.

Die beiden anwesenden Leiter des Graduiertenkollegs, Prof. Michael Bernsen aus Bonn und Prof. Pierre Frantz aus Paris, waren zufrieden mit dem Erfolg des Workshops, denn er erwies sich, wie schon die früheren Auflagen, als ein für alle Beteiligten gewinnbringender Rahmen für internationalen und interdisziplinären Austausch zwischen Kollegiaten, Professoren und Fachpublikum sowie als ein Laboratorium für die Entwicklung weiterführender Fragestellungen. Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Beteiligten und freuen uns auf den Termin in Paris.

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